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Legalisiertes Unrecht

Devisenbewirtschaftung und Judenverfolgung am Beispiel des Oberfinanzpräsidiums Hannover 1931 - 1941
Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Franke, Christoph (Verfasser)
Verfasserangabe: Franke, Christoph
Jahr: 2011
Verlag: Hannover, Hahn
Reihe: Veröffentlichungen er Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen; 257
Mediengruppe: Sachbuch
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Zweigstelle: Stadtarchiv Signatur: GNDS. 8084 Status: Präsenzbestand Vorbestellungen: 0 Mediengruppe: Sachbuch Lagepläne:

Inhalt

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Holocaust-Forschung verstärkt dessen wirtschaftlicher Dimension zugewandt. Zahlreiche Untersuchungen zeigten detailliert auf, daß der physischen Vernichtung jüdischen Lebens im Nationalsozialismus die wirtschaftliche und soziale bereits vorangegangen war - der ?bürgerliche Tod?. Der Wechsel in der Perspektive änderte auch den Blick auf die Täter. In den Mittelpunkt der Betrachtung rückten nun vor allem die staatliche Verwaltung, insbesondere die Finanz- und Wirtschaftsbehörden, und ihre Beteiligung an den antisemitischen Übergriffen des NS-Regimes.Im April 1933 organisierten die neuen Machthaber den ersten öffentlichkeitswirksamen Boykott jüdischer Geschäfte. Dieser wirtschaftliche ?Kleinkrieg? bildete jedoch nur den Auftakt. Während der folgenden Jahre betrieben die Finanz- und Wirtschaftsbehörden des Dritten Reiches eine staatlich organisierte Beraubung in einem bisher ungekannten Ausmaß. Sie gipfelte im November 1941 in der kollektiven Enteignung und Ausbürgerung der emigrierten und deportierten Juden. An dem staatlichen Raubzug waren auch die dem Reichswirtschaftsministerium unterstellten Devisenstellen beteiligt. Sie waren im Juli 1931 unter der Regierung Brüning gebildet worden, um auf dem Höhepunkt einer Währungskrise die Reichsmark zu stabilisieren und weitere Kapitalflucht zu verhindern. Unter dem NS-Regime nutzten die Behörden die umfangreichen Kontroll- und Lenkungsinstrumente der Devisengesetzgebung zu gezielten Verfolgungsmaßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung. Davon betroffen waren unter anderem die zur Auswanderung gezwungenen Juden, welche man bei ihrer Emigration mit Hilfe von Transfer- und Mitnahmebestimmungen ihres Vermögens beraubte. Später forcierten die Behörden im Rahmen ihrer Kompetenzen die ?Arisierung? jüdischer Betriebe. Christoph Franke untersucht die Instrumentalisierung der Devisenbewirtschaftung bei der fiskalischen Ausplünderung und wirtschaftlichen Verdrängung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland. Er analysiert die Entwicklung des Devisenrechts als Verfolgungs- und Beraubungsinstrument und gibt einen Überblick über die Organisation und die Akteure der Devisenbewirtschaftung im Deutschen Reich. Schließlich beschäftigt er sich mit der konkreten Umsetzung dieser Maßnahmen am Beispiel der Devisenstelle des Oberfinanzpräsidenten Hannover und wirft einen genaueren Blick auf die Behörde selbst, ihre Arbeit und ihre Opfer. Über den Autor: Christoph Franke, geboren 1971 in Frankfurt am Main, Studium der Geschichte und Politischen Wissenschaften in Hannover. Von 2001 bis 2004 Mitarbeiter am Projekt ?Finanzverwaltung und Judenverfolgung am Beispiel des Oberfinanz-präsidenten Hannover? (Projekt des Historischen Seminars der Universität Hannover und des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs Hannover, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft).

Details

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Franke, Christoph (Verfasser)
Verfasserangabe: Franke, Christoph
Jahr: 2011
Verlag: Hannover, Hahn
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Systematik: Suche nach dieser Systematik GNDS.
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ISBN: 978-3-7752-6057-2
Beschreibung: 349 S.
Reihe: Veröffentlichungen er Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen; 257
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Mediengruppe: Sachbuch